• Monarch Branch • 0n3 • Fred Kiener • 02 Bauphase II •

Monarch Branch

Kiloweise Gipsfelsen und Häuserattrappen aus Karton.

Modellbau, Text und Fotos: Fred Kiener

Der Unterbau in Kastenbauweise wurde aus 19 Millimeter dicken T-Span-Platten gefertigt.
Da ja bekanntlich unsere Modellfelsen aus Gips gegossen sind, war wegen des zu
erwartenden hohen Gewichts eine extrem stabile Konstruktion vonnöten. Pro Segment
à je 110 cm Länge wurden an die 45 Kilogramm Gips verbaut. Das ergibt ein stolzes
Gesamtgewicht von 180 Kilos – allein nur für die Felswände! Meiner Frau schauderte es,
und sie fragte mich besorgt, ob unser Wohnungsboden dieser Last gewachsen sei...

Die Gleise wurden auch auf T-Span-Trassen mit derselben Materialstärke
wie der Rest montiert. Als Grundlage für die Felsen diente eine Gitterkonstruktion
aus verwobenen Kartonstreifen. Darüber wurden 110 Gipsbinden à je 20 Meter
geklebt und die Hohlräume dahinter mit zerknüllten Zeitungsseiten ausgestopft.

Für die Herstellung der Felsstruktur besorgte mir ein Freund Orginalgestein
aus Colorado, von dem ich dann Silikonformen abgoss. Mit diesen "Rock Molds" und
dünnflüssigem Gips hab ich dann die ganzen Felswände gegossen und modelliert.

Zum Schluss hab ich alles mit Zerstäuberflaschen und stark verdünnten Aquarellfarben
von Van Gogh eingefärbt. Leider gabs zu jener Zeit noch keine Farben von Woodland...

Das 0n3-Gleis befindet sich noch im Rohbau und wird mit unzähligen Probefahrten gründlich getestet. Man beachte die stabile Holzbauweise für die Kastenelemente wie auch für den Schienenunterbau. Die ersten Gipsabgüsse sind zu erkennen.
Wie kommt die Lok unfallfrei über die Weiche und durch den Tunnel?. Unendlich viele Testfahrten waren nötig und unzählige Justierungen wurden vorgenommen, bis endlich alles einwandfrei funktionierte.
Überhaupt kein Kopfzerbrechen bereitete mir der passgenaue Einbau der Trestle. Die viel grössere Herausforderung war jedoch einen plausiblen Einschnitt zu gestalten. Hier sind die Kartonstreifen gut sichtbar, die als Grundträger für die Gipsfelsen dienen. Blick aufs dritte Segment.
Lichtraumprofiltests bei der kleinen Mine. Das Gebäude wurde zuerst als einfaches Kartonmodell gebaut und provisorisch aufgestellt, um Grösse und Proportion im Massstab 1:48 zu eruieren.
Macht grosse Freude etwas – aus dem Mix seiner eigenen Fantasie und den realen Bildern aus Büchern – zu gestalten und zu bauen.
Fahrversuche am Eingang des Kartonmodells der grossen Humphrey Mill. Ganz am Ende des vierten Segments.