Vorbereitungsarbeiten

Bis jetzt hab ich immer zuerst das Modell zusammengebaut und erst danach bemalt. Dieses Mal wollte ich es einmal anders machen und gleichzeitig die Acrylfarben von "Citadel Colour" und "Polly Scale" ausprobieren.

Modellbau, Text und Fotos: Dani Hunziker

Diesen Bausatz im Massstab 1:35 hab ich in den Sommerferien im italienischen Städtchen Luino in einem Spielzeugautoladen entdeckt, wo es – ausser diesem alten Gefährt – nur moderne Sport- und Rennwagen zu kaufen gibt.
Zuhause angekommen, hab ich zuerst alles mit Spühlmittel und Wasser gründlich gereinigt. Danach erfolgte das Entgraten einzelner schlecht gegossener Teile.
Hier die verwendeten Farben und Pinsel. Mit Ausnahme der extrem kleinen Teilchen hab ich an diesem Modell alles mit dem Borstenpinsel angemalt.
Dann habe ich alle Spritzlinge mit "Shadow Gray" aus der Spraydose grundiert und über Nacht gut trocknen lassen. Am nächsten Tag bemalte ich sämtliche Teile, die später Holz darstellen sollen, mit "Scorched Brown" und alle Teile, die beim Vorbild aus Metall sind, mit "Boltgun Metal".
Als der braune Anstrich trocken war, hab ich ihn mit dem Glasfaserstift wieder abgekratzt. Dabei ist es wichtig, hier mehr und dort weniger Farbe abzutragen, damit alles sehr unregelmässig und fleckig wird. Danach übermalte ich die Holzteile mit einer weiteren hauchdünnen Farbschicht, diesmal mit "Vermin Brown".
Auch diese Farbschicht habe ich dann nach dem Trocknen wieder abgekratzt, danach folgte der nächste Farbauftrag mit "Dark Flesh". Dann wieder abschaben. Zuletzt übermalte ich alles noch mit "Mud". Wieder abkratzen. So langsam sieht nun der Kunststoff aus wie Holz.
Zuletzt hab ich alle Holzteile mit "Rubber Cement" bestrichen, und zwar immer in der Richtung der Holzmaserung. Aber bitte nur spärlich und unregelmässig auftragen, nicht dass alles gleichmässig zugekleistert wird. Danach übermalte ich diese Teile mitsamt dem Gummileim mit "Dark Green". Am nächsten Tag rubbelte ich mit einem Radiergummi und/oder der Zeigfingerspitze den "Rubber Cement" wieder weg, so dass an den stark exponierten Stellen das Holz wieder zum Vorschein kam.