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Warbirds der 1930er- und 1940er-Jahre
Text: Dani Hunziker

Am Anfang meiner Bezirksschulzeit hab ich mich schon bald mit einem Klassenkameraden angefreundet, der mich dann einmal an einem schulfreien Nachmittag zu sich nach Hause eingeladen hat. Kaum waren wir in sein Zimmer eingetreten, sind mir gleich die vielen liebevoll bemalten Plastikmodellflugzeuge aufgefallen, die an durchsichtigen Fäden über seinem Bett von der Decke hingen. Ich war augenblicklich angefixt, so dass ich kurz darauf mit meinem Sackgeld im Spielwarenladen Hemmeler in Aarau meinen ersten Plastikbausatz im Massstab 1:72 plus ein paar Humbrol-Farbdöschen gekauft habe.

Dann hat mein damaliger Schulfreund eine LP auf den Plattenteller gelegt und seine Stereoanlage aufgedreht. Und ich hatte sogleich mein zweites Aha-Erlebis innerhalb weniger Minuten. Hardrock vom Feinsten, sowas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört. Dieser Sound hat genau meinen Musiknerv getroffen. Deep Purple, Uriah Heep, Yes, Led Zeppelin. Eine völlig neue Klangwelt hat sich für mich aufgetan, die mich nun seit diesem Nachmittag bis heute treu begleitet.

In der Folge hab ich dann regelmässig Modellflugzeuge im Massstab 1:72 gebastelt, hab die originalgetreu bemalt und mit den beiliegenden Decals verziert. Wie bei meinem Schulfreund gesehen, hab ich die fertigen Flieger auch über meinem Bett aufgehängt und damit halbe Luftschlachten nachgebildet. Ich denke, es waren bis zum Schluss so an die 50 Plastikmodelle. Doch als ich 1984 nach meiner fast einjährigen Indien- und Südostasien-Reise wieder nach Hause kam, war die Decke in meinem Elternhaus leer und mein ehemaliges Jugendzimmer in ein Gästezimmer umfunktioniert.

Da ich schon seit Jahren in unregelmässigen Abständen die Basler Modellbautage besuche und es dort auch immer wieder tolle Plastikmodelle zu bewundern gibt, keimte in mir schon lange der Wunsch auf, ein paar meiner Lieblingsflugzeuge im Massstab 1:48 nachzubauen, also in der gleichen Grösse wie meine Eisenbahnmodelle der «Rio Grande Narrow Gauge» aus den Rocky Mountains. Doch ich scheute die ganze Zeit den Arbeitsaufwand, stecke ich doch bei meiner spärlichen Freizeit meine Energie lieber in meine Modelleisenbahnprojekte.

Kürzlich hatte ich dann endlich die zündende Idee, wie ich mit relativ geringem Aufwand die paar wichtigsten Modellflugzeuge des Zweiten Weltkriegs nachbauen kann. Und so hab ich meine beiden verstaubten Bausätze «Mustang» und «Corsair» hervorgekramt, die bereits seit zehn Jahren bei mir in einer Zügelkiste eingelagert sind, plus vor einer Woche noch zwei weitere Bausätze «Spitfire» und «Me 109» dazugekauft. Basteln tu ich jetzt diese Flieger in Basel, wo ich die Weekends bei meiner Freundin verbringe, wenn ich hie und da etwas Zeit dazu finde.

Meine Flüügerli-Sammlung:
North American P-51D «Mustang»
Chance Vought F4U-4 «Corsair»
Supermarine Spitfire Mk I
Messerschmitt Bf 109 E-4
North American P-51B «Mustang»
Curtiss P-40C (Tomahawk IIB)
Boeing B-17F «Flying Fortress»
› Northrop P-61A «Black Widow»
› Focke-Wulf Fw 190 A-5
› Lockheed P-38G «Lightning»
› Republic P-47N «Thunderbolt»
› Curtiss P-40K «Warhawk»
› Beechcraft SD17S Staggerwing Floatplane
› Kawasaki Ki-61-Id «Hien»
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